Naturnahes Gärtnern kann leichter von der Hand gehen als Sie denken! Das Team vom Gartentelefon "Natur im Garten" hat über die Jahre einen wahren Schatz an Wissen und Erfahrung rund um dieses moderne Thema gesammelt: 100 tolle Gartentipps für Naturbegeisterte!
1. Wilde Rosen
Wildrosen sind wieder "in". Immer mehr Gartenbesitzer wenden sich heute den ursprünglichen Formen der Rose zu. Denn Wildrosen sind robust und standortangepasst. Anders als hochgezüchtete Edelrosensorten brauchen Wildrosen kaum Pflege und sie benötigen weder Schnitt noch Frostschutz im Winter.
2. Die gesunde Hagebutte
Hagebutten sind wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts besonders wertvoll. 125g liefern das 15fache des Tagesbedarfs an Vitamin C. Außerdem sind Carotinoide, Fruchtsäure, Mineralstoffe und Pektin in dieser Frucht enthalten. Die Kerne weisen Vanillin auf.
3. Frühjahrsblüher
Damit die farbenfrohen Frühjahrsboten besonders schön zur Geltung kommen und natürlicher aussehen, werden sie in Gruppen gepflanzt, denn auch in der Natur stehen diese Pflanzen nie allein.
4. Zwiebelpflanzen
Damit die bunten Frühjahrsboten im neuen Jahr ihren Blütenreichtum entfalten können, brauchen sie Nährstoffe und etwas Zeit um ihren Speicher aufzufüllen. Daher werden Zwiebelpflanzen im Naturgarten nach dem Abblühen mit Kompost gedüngt. Das Abschneiden der Samenstände, spart der Pflanze Energie für die nächste Gartensaison.
5. Frühlingsblüte
Wenn sich der Herbst ankündigt, ist es Zeit an die Frühlingsboten zu denken. Ab September können die Zwiebeln in den Boden gesetzt werden. Ausnahme bilden hier natürlich die im Herbst blühenden Zwiebeln - sie müssen spätestens im Juli ihren Platz finden.
6. Überwinterungsquartier
Unser Winter ist mediterranen Pflanzen viel zu kalt. Der beste Platz für ihre Überwinterung ist ein heller, kühler, nicht beheizter Raum, bei einer Ideal-Temperatur von zwischen 8°C und 15°C. Sie benötigen dann nur sehr wenig Wasser: Sie müssen erst gießen, wenn der Wurzelballen schon trocken ist.
7. Die Blumenwiese
Die bunte Vielfalt ist nicht zu übertreffen. Eine Blumenwiese besteht durchschnittlich aus 25 verschiedenen Pflanzenarten. Ein Zierrasen hingegen wird oft nur aus fünf Gräserarten gebildet. Außerdem lockt kaum ein anderes Naturgarten-Element so viele nützliche Insekten und Kleintiere an.
8. Viel Genuss & wenig Arbeit
Blumenwiesen brauchen nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden. Am besten mit der Sense im Juli und September, wenn alle Blumen ausgesamt haben. Dann gibt es das Blumenparadies im nächsten Jahr aufs Neue. Auf Dünger und Herbizide kann verzichtet werden, das schont Natur und Geldbörse.
9. Eine Wiese voller Blumen
Es ist leicht, sich ein Stück Blumenwiese in den Garten zu holen. Die optimale Zeit dafür ist April bis Mai oder September bis Oktober. Nur Saatgut von einheimischen Pflanzen garantiert langjährige Blütenpracht. Dieses wird auf die geebnete und abgerechte Fläche gleichmäßig ausgebracht und leicht angedrückt.
10. Gewachsene Schönheit
Die Wiese überrascht Sie jedes Jahr mit einem neuen Blumenkleid. Die Pflanzengemeinschaften entwickeln sich langsam. Einige Pflanzen verschwinden, andere wandern aus der Nachbarschaft zu. Diese Wanderschaft wird von der Insektenwelt begleitet. Wiesenblumeninseln in der Rasenfläche sind Blickfang und Naturoase für Insekten und Kleinstlebewesen.
11. Balkonkästen
In den "etwas anderen" Balkonkasten können attraktive einheimische Wildpflanzen gepflanzt werden. Sie sind wahre Hungerkünstler, benötigen magere Erde und nur wenig Wasser, um ihre Schönheit zu entfalten. Sie locken Schmetterlinge ans Fenster und gedeihen auch bei Menschen mit wenig Zeit. Tipp vom Gartentelefon: Gemeines Leinkraut, Kriechender Hauhechel, Mauerpfeffer, Rotes Seifenkraut, Rundblättrige Glockenblume, verschiedene Zierlaucharten schmücken ohne viel Pflege jeden Balkon.
12. Balkonkasten-Naschen
Für den Minigemüsegarten im Balkonkasten eignen sich beispielsweise Cocktailtomaten, Salat, Bohnen, Erbsen, kleine Kürbisse, Minigurken, Erdbeeren, Heidelbeeren und alle aromatischen Küchenkräuter. Eine der schönsten Pflanzen für "das Kisterl" ist die Kapuzinerkresse. Im Salat schmeckt sie gut und die Blüten sind exklusive Dekoration bei Tisch.
13. Stauden
Ein Staudenbeet bietet das ganze Jahr über einen interessanten, abwechslungsreichen und schönen Anblick. Sogar wenn sie mit Reif überzogen sind. Die verdorrten Staudenteile sind im Winter ein wichtiges Überwinterungs-Hotel für viele nützliche Insekten. Daher Staudenbeete erst im Spätwinter abräumen.
14. Das Staudenbeet
Jede Pflanze hat ihren Lieblingsstandort - und gedeiht nur dort zu einer gesunden prächtigen Staude. Achten Sie darauf, dass die Blütezeitpunkte der Stauden gestaffelt sind und dass sie farblich zusammenpassen. Tipp: Bei der Planung auf die spätere Höhe der Stauden achten - die niedrigen werden vor die höheren gesetzt, so sind alle immer gut sichtbar und auch die kleineren Pflanzen bekommen genug Licht.
15. Trockenmauer
Es gibt kaum andere Bauwerke im Garten, bei denen Funktion, Ästhetik und Lebensraum für Fauna und Flora so eng beieinanderliegen, wie bei der Trockenmauer. Als Hangsicherungsmaßnahme hat sie sich seit Jahrhunderten in Weinbaugebieten bewährt. Viele selten gewordene Tiere wie Eidechsen besiedeln dieses Biotop. Beim Bau wird gänzlich auf Beton verzichtet.
16. Trockenmauerbau
Eine Trockenmauer passt sich am besten ans Landschaftsbild an, wenn die Steine aus der Region stammen. Beim Aufschichten der Steine kommt es darauf an, dass sie im Verbund in die stabilste Lage gesetzt werden. Hochkant gelegte Steine sollten vermieden werden. Wichtig ist ebenfalls, dass sich die Mauer in einem Winkel von 10 bis 15 Grad zurückneigt.
17. Natur im Garten
Mit Natur gestaltete Gärten vereinen vollen Nutzen für seine Bewohner mit der Schönheit von Wildpflanzen und -tieren. Der Naturgarten erfüllt das Bedürfnis nach Wohn- und Betätigungsraum und schenkt gleichzeitig zu jeder Jahreszeit einheimischen Tieren Futterplatz und Unterkunft. Naturgartenelemente fügen sich harmonisch in das Gartenbild ein.
18. Pflanzen aus der Heimat
Ein richtiger Schritt in Richtung Naturgarten ist schon, die eine oder andere exotische Pflanze durch einheimische zu ersetzen. Der einheimische, Gemeine Wacholder bietet z.B. 43 Vogelarten Nahrung. Der Chinesische Wacholder, in den meisten Gärten zu finden, ernährt nur eine einzige, die Alpendohle.
19. Garten als Komposition
Die Vogelbeere deckt im Winter den Tisch. 63 Vogelarten leben von ihr. Genügend Insekten anzulocken, um Jungvögel aufzuziehen, gelingt u.a. mit Wildrosen. Auch der Weißdorn stellt ideale Nist- und Nahrungsplätze zur Verfügung. Die Mischung macht's.
20. Die Elemente der Natur
Erst durch die vielen tierischen Mitbewohner, die in diese Lebensräume ziehen, wird der Garten so richtig lebendig. Kleine Wiesen-Inseln aus Wildblumen und bunte Blütenhecken werden schnell bevölkert. Ein Feuchtbiotop bereichert die Wasserfauna und der Komposthaufen schließt Naturkreisläufe. Baumstämme, Steinschlichtungen, Strauchschnitt- und Laubhaufen runden das Unterkunftsangebot für Nützlinge ab.
21. Wildstrauchhecke
Eine vielfältige Mischhecke erfreut das ganze Jahr mit ihrer Blütenvielfalt, den Früchten und ihren bunten Farben im Herbst. Solch eine Wildstrauchhecke sollte nicht zu dicht gepflanzt werden: Abstand ca. 1-1,5 m in der Reihe bei stark wachsenden Gehölzen.
22. Ein Kinderparadies
Ein Garten kann abwechslungsreiche Spielbereiche bieten, wenn er Nischen beinhaltet, die auch einmal ohne Ordnung sein dürfen. Lockere Hecken und ein Erdhügel geben Platz für kleine Geheimnisse; einige bewegliche Steine, Stöcke, ein liegender Baumstamm oder etwa Sand - das reicht für viele Spielideen.
23. Wiedentunnel & Co
Ein Weidentunnel oder -haus ist eine tolle Alternative zum Baumhaus. Dabei werden die langen Weidenruten in einer Reihe sehr eng in die Erde gesteckt und miteinander verflochten und verschnürt. Bei ausreichendem Gießen treiben sie schnell aus und werden weiter verflochten. So entsteht bald ein Natur-Kunstwerk. Auch Haselnuss-Zweige eignen sich dafür, sie brauchen etwas länger und benötigen mehr Wasser.
24. Hausbau im Garten
Ein Garten mit Bäumen, Sträuchern, Blumen und seinem Boden ist etwas über Jahrzehnte Gewachsenes. Deshalb ist beim Hausbau besondere Sorgfalt mit dem Vorhandenen angesagt. Vor allem ein Altholzbestand ist besonders wertvoll und sollte wenn möglich erhalten bleiben. Vor Beginn der Bauarbeiten wird der Oberboden (Hummusschicht) abgetragen und separat vom Unterboden in Haufen (Mieten) gelagert.
25. Hausbau und Boden
Auf dichtem Boden wächste nichts mehr. Schwere Baumaschinen verdichten den Boden. Noch bevor der Oberboden nach der Bautätigkeit wieder aufgetragen wird, sollten der Unterboden mit der Baggerschaufel aufgerissen werden oder mit einer Fräse (im Fachhandel auszuleihen) gelockert werden.
26. Badegenuss im Garten
Natürliches Wasser schmeichelt der Haut. Der Schwimmteich im Garten ist für das Badevergnügen in natürlichem Wasser das Richtige. Er bietet außerdem den Tieren des Gartens Lebensraum und Trinkquelle. Dagegen wird das chlorierte Swimmingpoolwasser für Tiere zur tödlichen Falle.
27. Teiche für Genießer
Schon beim Bau des Teiches entscheidet sich, ob er später gut funktioniert. Zu verhindern ist, dass Nährstoffe von außen in den Teich gelangen, z.B. durch eingeschwemmtes Regenwasser. Hier schützt ein geschotterter Umlaufgraben und ein stabiler Uferrand. Durch den richtigen Bau des Teiches erübrigt sich ein großer Tei der nachträglichen Pflege.
28. Wasserpflanzen
Das Gesicht des Teiches wird von seinen Pflanzen geprägt. Die Hauptfunktionen der Wasserpflanzen sind: Sauerstoff zu produzieren und dem Wasser laufend Nährstoffe zu entziehen. Dadurch können im Teich Tiere leben und das Algenwachstum wird eingegrenzt. Planen Sie 3 bis 5 Pflanzen pro Quadratmeter ein.
29. Durch Pflege schöner
Wasser verdunstet. Nährstoffe und Schlamm dagegen reichern sich im Teich an. Tipps: Im Sommer deshalbt üppige Unterwasserpflanzen abernten, im Herbst halten aufgespannte Netze Laub fern. Bis auf einige Stängel zum Luftaustausch wuchernde Röhrichtpflanzen unter der Wasseroberfläche abschneiden, um ihr Wachstum zu bremsen, nie aber die grünen Seerosenblätter, ihre Wurzeln könnten sonst verfaulen.
30. Kletterpflanzen
Die Begrünung der Fassade schafft einen Lebensraum für Tiere, immergrüne Kletterer bieten Wärmedämmung, Staub wird gebunden und die Mauer vor Regen geschützt. Wilder Wein und Efeu klettern mit ihren Haftwurzeln. An brüchigen Fassaden können deshalb Schäden auftreten. Kletterrosen, Clematis und Geißblatt brauchen dagegen ein Rankgerüst um die Fassade empor wachsen zu können.
31. Blumenvielfalt
Viele einjährige Kletterpflanzen haben neben ihrem Zierwert auch einen Nutzen: Feuerbohne, Stangenbohne, Kapuzinerkresse und viele mehr finden auch in der Küche Verwendung. Besonders wertvoll für die Tierwelt sind die einheimischen, winterharten Vertreter. Waldrebe, Geißblatt, Hopfen oder Heckenwicke sind zum Beispiel standortangepasst.
32. Obstbaum im Garten
Die saftigen Früchte der Obstbäume verleiten zum gesunden Naschen - vom Sommer bis in den Frühling hinein. Deshalb sollte man auf Gift ganz verzichten. Nützlinge bieten Unterstützung beim biologischen Gärtnern und halten Blattlaus & Co. in Schach. Ob Spalierobst, Spindelbusch oder Hochstamm, für jede Gartengröße gibt es den geeigneten Baum!
33. Alte Obstsorten
Alte Obstsorten überzeugen durch ihren Geschmack und ihre Vielseitigkeit. Sie haben sich seit Jahrhunderten bei uns bewährt. Empfehlenswerte Alte Sorten: Apfel: Gravensteiner, Harberts Renette, Berlepsch, Parkers Pepping; Birne: Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Alexander Lucas, Josefine v. Mecheln.
34. Der gesunde Apfel
"An apple a day keeps the doctor away" (ein Apfel pro Tag hält den Doktor fern) - bei regelmäßigem Genuss steigern Äpfel das Wohlbefinden. Die im Apfel in großer Menge enthaltenen Biophenole fördern die Durchblutung und helfen, das Krebsrisiko zu senken.
35. Gut für Zwischendurch
Ein mittelgroßer Apfel enthält nur ca. 50 Kalorien. Sein Wassergehalt von ca. 85% macht ihn zu einem idealen Durstlöscher. Leicht verdauliche Kohlenhydrate in Form von Traubenzucker sorgen für einen schnellen Energieschub bei Müdigkeit und Konzentrationsschwächen. Die beliebte Apfelschorle ist ein gesunder, natürlicher und gleichzeitig sehr preiswerter "Energydrink" nach dem Sport.
36. Obstbaumschnitt
Junge Bäume müssen noch "erzogen" werden. Der Erziehungsschnitt dient dazu, ein stabiles und gut belichtetes Kronengerüst aufzubauen. Der Erhaltungsschnitt hingegen bringt jährlich gute Ernten. Alte Bäume mit zu großen und vor allem zu dichten Kronen wollen verjüngt werden, das wirkt sich positiv auf die Fruchtqualität und den Ertrag aus.
37. Obstbaumschnitt
Im Winter (von Januar bis zum Austrieb), wenn die Lebenssäfte des Baumes ruhen, kann durch einen Winterschnitt das Wachsum gefördert werden. Und: Je kräftiger und je früher geschnitten wird, desto stärker ist das Wachstum aller Kernobstarten. Der Sommerschnitt hingegen wirkt als Wachstumsbremse.
38. Einlagern von Obst
Obst liebt es, feucht und dunkel zu lagern. Ideal ist ein Erdkeller mit einem Boden aus gestampftem Lehm. Hier kann es nie zu trocken werden. Denn der Lehm dient als natürlicher Luftfreuchteregulator. Sinkt die relative Luftfeuchtigkeit unter 80-90%, dann beginnt das Obst zu schrumpeln. Kalt soll es auch sein, jedoch nie unter 0°C. Günstigste Lagertemperatur: 3-6°C.
39. Schätze im Keller
Obst reift im Keller nach - manche Äpfel- und Birnensorten werden auch erst durch die Lagerung geschmackvoll. Bei diesem Vorgang strömen sie Äthylengas, das so genannte Reifungsgas aus. Lagert jedoch das Gemüse gleich daneben, dann wird es zum Ausreifen animiert - und wird zu schnell alt. Deshalb sollte man Obst und Gemüse getrennt lagern.
40. Einlagern von Obst
Damit uns das Obst bis in den Frühling hinein verwöhnen kann, wird nur die reife Auslese von den Früchten auf Holzregalen eingelagert. Früchte, die einzeln stehen dürfen und regelmäßig von faulenden Nachbarn befreit werden, halten länger. Vor dem Einlagern sollten die Äpfel eine Nacht im Freien auskühlen. Birnen können sogar etwas länger, z.B. in einer kühlen Garage, zwischengelagert werden.
41. "Knackige Wurzeln"
Wurzelgemüse lässt sich in jedem kühlen Keller lagern. In trockenen Kellern hilft Sand: In Holzkisten werden Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Rote Rüben getrennt in Sand eingeschlagen. Das Gemüse sollte sich nicht berühren und wird schichtweise mit Sand bedeckt. Kartoffeln in einer Kiste loce schichten. Tipp vom Gartentelefon: Wurzelgemüse ist wasserscheu! Also, vor dem Einlagern nicht waschen, es könnte sonst faulen.
42. Einlagern von Gemüse
Kraut mag es nicht ganz so feucht. Es sollte mit den Wurzeln ausgegraben werden und kann in Holzregalen gelagert oder auch kopfüber an den Wurzeln aufgehängt werden. Zwiebeln und Knoblauch sollten kühl, aber trocken und luftig lagern.
43. Tomaten
Geschmacklich liegen Welten zwischen den selbstgezogenen und den gekauften Früchten. Auch werden die eigenen Tomaten dunkelrot und vollreif geerntet. Tomaten bevorzugen einen geschützten Standort, volle Sonne und viel Wasser (aber nur die Füße gießen!).
44. Tomatenpflege
Tomaten mögen zugedeckte Wurzeln. Mulchen verhindert die Austrocknung des Bodens und die Sporen der Braunfäule können die Pflanzen nicht so leicht befallen. Auch regelmäßiges Gießen mit Ackerschachtelhalm-Brühe beugt verschiedensten Pilzkrankheiten vor. Gedüngt wird am besten mit Komposterde.
45. Tomatenhauben
Tomaten stammen aus dem sonnenverwöhnten Mexiko; sie sind im kühlen europäischen Herbst für jede "Heizung" dankbar. Tomatenhauben schützen die Pflanzen im Freiland vor Feuchtigkeit und dadurch vor Krankheiten. Damit die letzten Tomaten im Herbst noch reif und rot werden, stülpen Sie eine durchsichtige, große Plastikhaube über die Pflanzen.
46. Frisches Gemüse
Tomaten, Gurken, Melanzani, Zucchini, Kürbisse lieben die Wärme, denn sie kommen ursprünglich aus südlicheren Gegenden. Wird dieses Gemüse vorkultiviert, dann ist ein früherer Ertrag möglich und das Gemüse kann auch in raueren Klimagebieten voll ausreifen. Die Aussaaterde kann selbst hergestellt werden: 1/3 Kompost, 1/3 Sand, 1/3 Gartenerde.
47. Aussaatkistchen
Jungpflanzen brauchen es warm und freucht. Daher wird nach erfolgter Aussaat das Saatkistchen mit einer Glasplatte oder einer Folie abgedeckt bis die Jungpflanzen gekeimt sind. Die Erde gleichmäßig feucht halten. Gelegentliches kurzes Lüften beugt Pilzbefall vor. Die Pflanzen gedeihen am besten an einem hellen Standort, bei Zimmertemperatur. Mitte Mai können die Pflänzchen ins Freie gesetzt werden.
48. Hochbeet
Wenn das Bücken schon etwas schwerer fällt, kann das Hochbeet den Gemüsegarten in eine gemütlich erreichbare Höhe rücken. Auch die Pflanzen fühlen sich dort wohl, denn durch den speziellen Aufbau entsteht eine wohltuende Wärme.
49. Hochbeet-Bau
Frei stehende Hochbeete können beliebig lang sein, die Breite darf aber nicht 1,20 m überschreiten, sonst meldet sich der schmerzende Rücken wieder. Die Höhe des Beetes richter sich nach der Körpergröße; ca. 70 - 80 cm reicht in den meisten Fällen aus. Für den Aufbau wird der Boden ca. 25 cm tief abgetragen. Darauf kommt eine 40 cm dicke Schicht aus Zweigen, Astmaterial, Grassoden und/oder Stallmist und darüber Großkompost. Die oberste Schicht besteht aus einer Mischung aus Feinkompost und Gartenerde.
50. Mistbeet
Eine alte Methode, den Pflanzen im Spätwinter wärmere Temperaturen zu bescheren, ist das Mistbeet. Ein frischer, dampfender Pferdemist im Frühbeetkasten wird hier als Heizung. Schon Mitte Februar kann ein Frühbeet in Betrieb genommen werden. Salat, Kohlrabi, Rettiche, Radieschen oder auch Sommerpflanzen können ausgesät oder ausgepflanzt werden.
51. Das frühe Beet
In der Frühbeet-Grube wird der frische Pferdemist schichtweise kräftig festgetreten, bis die Pferdemistpackung ca. 30 cm dick ist. Darüber kommen 20 cm gute Gartenerde (evtl. vermischt mit Kompost). Eine zusätzliche "Außenpackung" aus Stroh oder Laub wirkt als Wärmedämmung. An einem sonnigen Spätwintertag kann es im Frühbeetkistchen zu warm werden. Deshalb bei Sonnenschein lüften.
52. Wintergrünes
Einigen Gemüsearten macht der erste Frost nichts aus. Grünkohl, Sprossenkohl, späte Kraut- und Lauchsorten, Petersilie sowie Feldsalat und Spinat können bis in den Dezember hinein geerntet werden. So wird der Speiseplan mit frischen Vitaminspendern aufgewertet.
53. Winterkräuter
Damit Sie auch im Winter frisches Grün zum Würzen zur Verfügung haben, können Sie im Herbst Petersilie und Schnittlauch aus der Erde nehmen und in Töpfe pflanzen. Auf eine kühle Fensterbank gestellt, wird diese zum kleinen Kräutergarten. Tipp vom Gartentelefon: Schnittlauch gedeiht auf der Fensterbank erst richtig, wenn ihm vorher ein kurzer Winter vorgetäuscht wird. Vor dem Eintopfen im Freien durchfrieren lassen, oder in der Gefriertruhe die Pflanzen kurz "einwintern" bis der Ballen gefroren ist.
54. Die Gründüngung
Ein wahrer Energieschub bringt den Boden und das Leben in ihm wieder in Schwung: Nach der Gemüseernte folgen die Bodentherapeuten Phacelia, Alexandriner-, Inkarnatklee oder Gelbsenf. Die grüne Winterdecke wird im Frühjahr in den Boden eingearbeitet.
55. Mulchen
Pflanzen stehen nicht gerne in der nackten Erde. Denn diese mag geschützt und gehütet werden. Sie ist immer dankbar über eine Mulchdecke aus Rasenschnitt, Laub, Häckselgut, Heu oder Stroh. Die Erde bleibt feucht und ist nicht so stark Licht und Witterung ausgesetzt. Auch werden die Bodenorganismen mit organischer Nahrung versorgt - die sie in Form von Nährstoffen an die Pflanzen weitergeben.
56. Mischkultur
Der gesündeste Garten ist der, in dem kleine Mängel toleriert werden und große durch eine bunte Mischkultur erst gar nicht vorkommen. Manche Pflanzen greifen einander regelrecht unter die Arme, so gibt der Knoblauch und die Ringelblume im Gemüsebeet den Nachbarspflanzen und dem Boden neue Kräfte.
57. Mischkultur
Gemüsearten, Kräuter und Wildstauden werden bewusst zu einer bunten Vielfalt durchmischt. Verschiedene Pflanzenkombinationen schützen einander und fördern das gegenseitige Wachstum. Bekannt ist die Mischkultur aus Zwiebeln und Karotten. Hier wird die Zwiebel- und die Möhrenfliege ferngehalten.
58. Fruchtfolge
Unter den Gemüsepflanzen gibt es wahre Nährstofffresser, aber auch solche, die dem Boden sogar Nährstoffe zuführen können. Um den Boden nicht zu ermüden, werden in einem Bett im 1. Jahr Starkzehrer (Kraut, Brokkoli, Zuccini, Kürbis) angebaut, im nächsten Jahr die mittleren "Fresser" (Zwiebeln, Salat, Radieschen, Spinat, Karotten) und im 3. Jahr die Schwachzehrer (Bohnen, Erbsen). Tipp vom Gartentelefon: Gönnen Sie im 4. Jahr dem Beet eine wohlverdiente Pause! Gründungspflanzen (Tipp 54) helfen dem Boden sich zu erholen.
59. Kräuter im Garten
Kräuter - sie heilen, duften, sie sind schön und locken eine Vielzahl von nützlichen Insekten an. Die meisten von ihnen sind wahre Sonnenkinder: ein karger Boden, wenig Freuchtigkeit und viel Sonne und Wärme. Mehr brauchen sie nicht und belohnen uns mit aromatischen Blättern, Blüten oder würzigen Samen.
60. Kräuter auch im Winter
Das Trocknen ist die älteste und die einfachste Methode. Erfolgt die Trocknung rasch, dann bleiben alle wertvollen Wirk- und Aromastoffe erhalten. Die bundweise aufgehängten Kräuter in einem warmen, luftigen, schattigen Raum trocknen. Tipp vom Gartentelefon: Kräutersalz: Fürs Einlegen in Salz werden die Kräuter gehackt und im Verhältnis 4:1 mit Salz vermischt und in ein Glas gegeben. Anschließend gut verschließen.
61. Blattlaus-Schwund
Eine typische Erscheinung im Naturgarten: Wo vor drei Wochen wahre Blattlauskolonien die Rosen, den Schneeball oder das Geißblatt bevölkerten, herrscht nun (fast) gähnende Leere. Wer seine Pflanzen beobachtet, wird eine Fülle von Insekten bei der Arbeit erwischen: Marienkäfer, Ohrwurm, Larven der Schweb- und Florfliege fressen mit Vorliebe Blattläuse.
62. Blattläuse vertreiben
Wer den fleißgen Helfern ein wenig nachhelfen will, sollte auf die "chemische Keule" verzichten - denn die kann auch die Nützlinge schädigen. Sanfte Methoden dagegen schonen die nützlichen Insekten - und auch die Umwelt: Abspritzen mit dem Gartenschlauch, Abstreifen mit der Hand, Leimringe an Bäumen und Spritzen mit Brennesselauszug, Blattläuse ersticken, wenn man sie mit dem Gesteinsmehl einstäubt. Taunasse Pflanzen blattunterseits bestäuben.
63. Wühlmäuse
Wenn Pflanzen von einem Tag zum anderen Blätter hängen lassen und an den Wurzeln Nagespuren sichtbar sind, dann hat die Wühlmaus zugeschlagen. Sie können durch bestimmte Pflanzen (Kaiserkrone, kreuzblättrige Wolfsmilch, Steinklee), starke Gerüche (Holunderblätterjauche, Heringsköpfe) und Geräusche (schräg eingegrabene Flaschen - Windgeräusche, eine Eisenstange in die Erde eingraben - mit einer zweiten dagegen schlagen) vertrieben werden. Die Wurzeln gefährdeter Pflanzen können zusätzlich durch einen Drahtkorb geschützt werden.
64. Echter Mehltau
Meist tritt nach einigen Tagen schönen Badewetters der weiß-graue Überzug auf der Blattoberseite von Erbse, Gurke, Stachelbeere, Apfel, Rebe oder Rose auf - daher der Name. Wer schnell reagiert hat schon fast gewonnen. Werden kranke Blätter und Pflanzenteile frühzeitig abgeschnitten, kann sich der Pilz nicht weiter ausbreiten. Abgefallenes aus dem Beet entfernen.
65. Echter Mehltau
Wenn der Mehltau schneller als der Mensch war, kann ein altes Hausrezept helfen. Molke oder Rohmilch enthaltene Enzyme, die dem Pilz zu Leibe rücken. Auf die Mischung kommt es an: Molke oder Rohmilch wird 1 zu 9 mit Wasser verdünnt. Damit werden die befallenen Pflanzen 1-2 mal wöchentlich besprüht.
66. Falscher Mehltau
Ein verregneter kühler Sommer begünstigt den Falschen Mehltau. In trockenen Jahren ist der Pilz praktisch ohne Bedeutung. Der Falsche Mehltau ist hartnäckig: Rasch breitet sich an der Blattunterseite der graue Überzug aus; auf der Blattoberseite werden gelbliche Flecken sichtbar. Sterben schon die Blattspitzen ab, hilft nur mehr eines: Die ganze Pflanze entfernen.
67. Pilze an Pflanzen
Grauschimmel, Rosterkranungen oder Russtaupilze lassen sich vorbeugend vermeiden. Pilze kommen häufig, wenn es mit der Stickstoff-Düngung zu gut gemeint war. Besser ist, das "Zuviel" durch Ackerschachtelhalmbrühe zu ersetzen. Die Kieselsäure darin stärkt die Pflanzen von "innen". Viele Pflanzen stehen nicht gerne zu eng. Wenn der Wind durch die Pflanzen ziehen kann, nimmt er die Feuchtigkeit mit sich.
68. Schnecken-Sammler
Am Liebsten mögen sie das, was übrig bleibt, leicht modrig duftend, saftig feucht. Schnecken "fliegen" aber auch auf junges frisches Grün im Garten. Wirklich lästig werden nur die Nacktschnecken. Die beste Methode ist noch das Absammeln.
69. Schneckenplage
Holzbretter bieten ihnen ein Schlafquartier (bequem zum Absammeln in Morgenstunden); ein breiterer Kleestreifen stoppt ihre Sehnscuht nach Fressbarem; Flachsmulch um junge Pflänzchen bildet stacheligen Widerstand. Je kräftiger die jungen Pflanzen, desto weniger schmecken sie - auch rotlaubiger Salat oder Rucola werden dann immer uninteressanter.
70. Barrieren einbauen
Schneckenzäune stoppen die Schnecken auf ihrem Weg zu den begehrten Pflänzchen. Bei einem 40 cm hohen Blech werden die oberen 5 cm in spitzem Winkel zurückgebogen. Diesen Knick können die Schnecken nicht überwinden. Übrigens: Sympathische Mithelfer gegen die Plage sind Indische Laufenten.
71. Apfelwickler
Wenn der "Wurm im Apfel" ist, dann war der Apfelwickler schuld. Ende Mai schlüpfen die Falter aus ihrem Winterquartier, der Baumrinde. Sie legen ihre Eier in die Nähe der Früchte ab. Die geschlüpften Larven fressen sich in die jungen Früchte und ernähren sich von ihrem "Zuhause" bis sie sich für die Verpuppung wieder in Rinderitzen verkriechen. Abgefallene Früchte sind sofort zu entfernen, bevor die Larven die Frucht verlassen. Auch Fanggürtel sind wirkungsvoll.
72. Feuerbrand
Feuerbrand tritt nur auf bestimmten Obst udn Ziergehölzen auf: (Apfel, Birne, Quitte, Vogelbeere, Mehlbeere, Cotoneaster, Weiß- und Rotdorn, Feuerdorn, Mispel, Felsenbirne u.a.). Diese Krankheit wird durhc ein Bakterium verursacht, ist hoch infektiös und nur sehr schwer zu bekämpfen. Feuerbrand ist meldepflichtig: Befallsverdacht der Gemeinde melden.
73. Feuerbrand
An allen Wirtspflanzen treten die gleichen Symptome auf, jedoch kann das Krankheitsbild je nach Pflanzenart, Klima oder Pflanzenzustand unterschiedlich sein. Blätter und Blüten welken plötzlich und verfärben sich braun oder schwarz. Die Triebspitzen krümmen sich oft infolge des Wasserverlustes hakenförmig nach unten. Erkrankte Rinderpartien sinken ein.
74. Dickmaulrüssler
Wenn tief eingebuchtete Fraßstellen an Blättern sichtbar sind, sich aber kein Verursacher finden lässt, dann war der Dickmaulrüssler am Werk. Denn der ist nur nachts unterwegs. Der 10 mm lange schwarze Käfer hat eine rüsselförmig verlängerte Kopfform und lebt tagsüber versteckt am Fuße der Pflanzen. Er frisst oberirdisch an Blättern, seine Larven an den Wurzeln. Gegen Larven und Käfer kann man Rainfarntee (30g getrocknete Blüten werden mit 1 Liter kochendem Wasser überbrüht; ca. 10 Minuten ziehen lassen. Zweifach verdünnen, gießen und spritzen.)
75. Kirschfruchtfliege
Wenn Sie eine weiße Made in einer reifen Kirsche finden, dann war die Kirschfruchtfliege am Werk. Natürliche Feinde sind: Schlupfwespen, Laufkäfer, Raubkäfer, Spinnen. Wenn HÜhner vor dem Ausschlüpfen der Fliegen in den Obstgarten gelassen werden, picken sie die Puppen aus dem Boden. Wurmige Kirschen am Baum und Boden entfernen. Auch Gelbtafeln oder Lockfallen können helfen.
76. Düngen und Kompost
Der Komposthaufen wird zu Recht als das Herz jedes Gartens bezeichnet. Denn hier schließt sich der Nährstoffkreislauf im Garten und das "schwarze Gold" sorgt für einen ausgeglichenen Nährstoffnachschub. Während im Frühjarh gut gereifter Kompost den Boden für die Saison optimal vorbereitet, gibt eine Portion frischer Kompost (nur einige Monate gereift) den Pflanzen im Sommer einen Wachstums-Kick.
77. Kompost
Ein Kompost ist eine Nahrungsfabrik in Perfektion. Jedes Glied ist wichtig - nicht zu trocken, nicht zu feucht (dann riecht er schlecht) und schön luftig. Ein Astpolster auf dem Boden unterstützt die Luftzufuhr, von oben hilft eine Mistgabel zum Auflockern, wenn er zu pappig wird - oder trockeneres "Grünmaterial" einarbeiten. Um eine Verrottung zu beschleunigen, wird er ab und an umgesetzt (umgeschaufelt).
78. Kompost-Test
Ausgereifter Kompost hat einen angenehmen Geruch; Regenwürmer und andere Tiere sind weiter gewandert und haben eine krümelige Landschaft hinterlassen. Reifetest: Säen Sie Kresse auf eine Schale mit Kompost. Wenn nach 5-7 Tagen kräftige grüne Pflanzen gewachsen sind, hat der Kompost seine Schärfe verloren.
79. Kräuterjauchen
Die Nährstoff-Presser unter den Gemüsepflanzen, wie Kraut, Tomaten, Kürbis und Zucchini sind während der Wachstumsphase dankbar für eine Stärkung. 1 kg Brennnessel und 10 Liter Wasser in ein Fass geben und ca. zwei Wochen vergären lassen. 1 zu 10 mit Wasser verdünnt wird die fertige Jauche alle ein bis zwei Wochen direkt zu den Pflanzenwurzeln gegossen.
80. Brühen
Die Herstellung von Brühen ist eine Möglichkeit, die wichtigen Inhaltsstoffe aus den Pflanzen zu gewinnen. 1 kg frische oder 150 g getrocknete Kräuter, z.B. Ackerschachtelhalm, Brennessel, Kamille Rainfarn, Wermut zerkleinern, mit 10 l Wasser aufgießen und ca. 24 Stunden stehen lassen. Danach 20 bis 30 Minuten schwach aufkochen und abseihen. Brühen immer 5-fach verdünnen und zu den Wurzeln gießen oder über die Blätter sprühen.
81. Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm ist eine urtümliche Pflanze, die sich an feuchten Stellen gerne ausbreitet. Die Brühe daraus ist aus dem Biogarten nicht wegzudenken. Denn sie wirkt pflanzenstärkend udn vor allem durch den hohen Gehalt an Kieselsäure auch vorbeugend gegen verschiedenste Pilzkrankheiten. Diese Brühe sollte regelmäßig (alle 2-3 Wochen) vom Fühling bis zum Sommer angewandt werden.
82. Stamm-Anstrich
Durch den Stamm-Anstrich wird die Baum-Gesundheit gestärkt, die Wundheilung gefördert und Schädlinge zurückgedrängt. Dieser Anstrich kann leicht selbst hergestellt werden: In eine Ackerschachtelhalm-Brühe (siehe 80./81.) wird Lehm eingebröckelt. Eine Hand voll Boden- oder Algenkalk und Urgesteinsmehl dazugeben und zu einer geschmeidigen Masse rühren. 24 Stunden stehen lassen. Der Stamm sollte vor dem Anstrich gut gebürstet werden.
83. Ohne Moos nichts los?
Das Thema "Moos" kann man auch anders betrachten: Sind Sie schon einmal im Wald über einen herrlich weichen, grünen Moosteppich gegangen? Vielleicht können Sie sich auch im Garten damit anfreunden. Moos speichert Wasser und hilft Energie zu sparen, indem weniger gemäht werden muss.
84. Moos im Rasen
Wenn Sie sich damit absolut nicht anfreunden können, dann gilt es, die Wachstumsbedingungen des Mooses zu verschlechtern: Durch Vertikutieren und Belüftung des Bodens. Dadurch hat der Rasen mehr Chancen, sich durchzusetzen.
85. Richtig gießen
Beim richtigen Gießen gelten drei einfache Grundregeln: Regenwasser ist besser als Brunnen- oder Leitungswasser, morgen ist günstiger als abends und je nach Witterung 2 bis 3 mal in der Woche. Standortgerecht gepflanzte Bäume und Sträucher können genügend Wasser aus dem Boden schöpfen.
86. Wellness für Sträucher
Das erste Mal werden wurzelnackte Pflanzen vor der Pflanzung geschnitten. Beim Pflanzenschnitt werden die Wurzeln und Triebe um ca. 1/3 eingekürzt. Dadurch treiben die unteren Knospen aus und der Strauch wird im Alter dichter und üppiger. Später wird zur Erhaltung der Wuchsform und zur besseren Blüten- und Fruchtbildung meist alle 3-5 Jahre ausgelichtet.
87. Strauchschnitt
Je nach Blütezeitpunkt, Strauchart und Nutzung unterscheidet sich der Schnittzeitpunkt. Im Normalfall ist der beste Schnittzeitpunkt für Sträucher im Spätwinter. Zeitig im Frühjahr blühende Sträucher werden erst nach der Blüte geschnitten (Forsythie, Zierquitte) da diese ihre Blüten schon im Herbst ansetzen.
88. Herbst im Garten
Die Natur taucht den Garten in ein herbstliches Farbenmeer. Das gefallene Herbstlaub ist ein wichtiger Rohstoff und wollte unbedingt im Garten verbleiben. Die abgeernteten Gemüsebeete freuen sich genauso über eine dicke Mulchschicht aus Laub wie Staudenbeete und Rosen. Wenn noch genügend übrig ist, gibt man das restliche Laub unter die Hecke.
89. Herbst im Garten
Das muss nicht sein: Ein oberflächliches Lockern mit der Grabgabel reicht in den meisten Fällen aus und ist eine rückenschonende Alternative zum Umstechen. Erst im Frühjahr lockern statt umstechen! Nur bei sehr schweren Böden ist der Griff zum Spaten notwendig.
90. Frühling im Garten
Zwiebelblumen eröffnen die Saison. Der Rest von den verdorrten Pflanzenteilen aus dem Vorjahr wird erst jetzt abgeschnitten und kompostiert. Nun ist auch Zeit zum Säen und Pflanzen. Mitte März, wenn die Beete abgetrocknet sind, können erste Gemüsesamen im Freiland gesät werden (Karotte, Spinat, Petersilie).
91. Besser Vorbeugen
An den Obstbäumen können ab März gegen die Weibchen des kleinen Frostspanners Leimringe angebracht werden. Sie verhindern das Aufsteigen der Weibchen und somit die Eiablage. Bei der Möhrenfliege und anderen Gemüsefliegen kann im Frühjahr durch Kulturschutznetze Abhilfe geschaffen werden.
92. Unkräuter
Quecke, Glersch, Acker-Distel oder Ackerwinde können im Garten durch ihr weitreichendes Wurzelsystem zu Unkräutern gedeihen. Langfristig gesehen ist es am besten, die Wurzeln gründlich mit einer Grabgabel zu entfernen oder einen Jutesack überzustülpen.
93. Gesund im Garten
Regelmäßige Bewegung in Form von Gartenarbeit trägt zur eigenen Fitness und Gesundheit bei. Die meisten Menschen tanken dabei körperlich und seelisch Kraft und genießen den Ausgleich zu den beruflichen und familiären Anforderungen. Haben Sie das gewusst? Unkrautjäten verbrennt ca. 270 Kalorien und Gymnastik ca. 300 Kalorien pro Stunde.
94. Vögel
Ein naturnaher Garten mit Eberesche, Weißdorn, Kornelkirsche und Hagebutte deckt den Vögeln einen guten natürlichen Wintertisch! So findne sie auch in der kalten Jahreszeit immer genug Nahrung. Lassen Sie die Stängel und Samenstände von Wild- und Zierstauden als Vogelfutter und Überwinterungsmöglichkeit stehen. Nur wenn die Temperaturen nicht mehr über 0°C klettern, dann sollte man aushelfen.
95. Fliegende Schönheiten
Schmetterlinge kommen freiwillig und bleiben auch, wenn unsere Gärten sie mit bunten Nektarblüten, wärmenden Steinen, Wiesenblumen, diversem Buschwerk oder süß-reifem Obst einladen. Wussten Sie, dass die wichtigste Futterpflanze für die Raupen der Schmetterlinge die Brennessel ist? 25 Raupenarten lieben sie und mindestens fünf Arten sind auf sie angewiesen, wie die "Models" unter den Schmetterlingen, wie Tagpfauenauge, Admiral und Kleiner Fuchs.
96. Schmetterlinge fördern
Einheimische Sträucher und Stauden genießen den höchsten Beliebtheitsgrad bei den Schmetterlingen, sie sind: Naschquelle, Sonnendeck, Raupenfressplatz, Puppenhaus und Unterschlupf. Der fremdländische Sommerflieder (Buddleja) lockt das Schmetterlingsspektakel zwar an, bietet jedoch nur den Nektar für die erwachsenen Falter. Für die Raupen ist er wertlos.
97. Maulwurf
Maulwürfe graben unermüdlich - unter anderem nach Schädlingen. Auf dem Speiseplan stehen z.B. Drahtwürmer, Nacktschnecken und selbst junge Wühlmäuse. Die aufgeworfenen Hügel machen die Maulwürfe bei vielen Gartenbesitzern unbeliebt. Sie aber aus dem Garten ganz zu verbannen ist nicht die beste Lösung: Wer frisst denn dann die Schädlinge? Der Maulwurf kann aber aus jenen Bereichen vertrieben werden, wo er am meisten stört.
98. Biene Maja und Co.
Unsere Biene sorgt nicht nur für den Honig auf dem Frühstücksbrot - die Honigbiene spielt eine unersetzbare Rolle bei der Bestäubung unserer Obstsorten. Dies ist besonders wichtign in den oft kleinen Gärten mit je nur einem Exemplar von Apfel, Birne, etc. Da überbrücken Bienen und Wildbienen Grenzen und bringen den nötigen Pollen weiter.
99. Fledermäuse
Sie sind die einzigen fliegenden Säugetiere und kommen in dunklen Neumondnächten genauso gut zurecht wie bei Neumond. Dabei sind sie stets auf der Suche nach passender Nahrung: Sie jagen nachtaktive Schädlinge wie Apfel- und Pflaumenwickler, Spanner und Spinner. Am Tag dient den nächtlichen Jägern auch ein Astloch als Unterschlupf, so erlangen alte Obstbäume neuen Sinn.
100. Igel
Hören sie ein schmatzendes Grunzen aus dem nächtlichen Garten, dann hat sich der Igel eingemietet. Er durchstreift die Gärten auf der Jagd nach Schnecken, Käfern, Würmern, Erdraupen und Asseln. Um den Igel auf seiner Wanderung nicht zu hindern, sollte auf durchgängige und hohe Zaunfundamente verzichtet werden. Am wohlsten fühlt er sich in strukturreichen Gärten, außerdem braucht er im Winter geräumige Laub-Asthaufen für den Winterschlaf. Jungigel, die im November nicht mehr als 500g wiegen, müssen vor dem Winterschlaf aufgepäppelt werden. Zitiert mit freundlicher Genehmigung der IPM Magazin-Verlag GmbH
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